 Text auf der Schautafel
Wie der Name sagt, war Altenkirchen eine der uralten Mutterkirchen der
Westpfalz und schon im Mittelalter Zentrum eines Pfarrsprengels, der zum Landkapitel Glan im Erzbistum Mainz gehörte. Am Platz der heutigen Kirche stand schon 1290, zur Zeit der Ersterwähnung Altenkirchens als „Aldekierke“, eine Vorgängerkirche, die vermutlich Johannes dem Täufer geweiht war. Bei einer umfassenden Renovierung in den 1970er Jahren, stieß man auf die Fundamente der Vorgängerbauten der heutigen Kirche und auf römische
Spolien, darunter Inschriftenfragmente und den sogenannten „Entenstein“.Die beiden unteren Geschosse des Kirchturmes mit dem gotischen Maßwerkfenster, dem Kreuzgewölbe, der Sakramentsnische, sowie die romanischen Schallarkaden sind die ältesten erhaltenen Teile der Kirche. 1756 wurde das heutige Kirchenschiff im Stil einer barocken Saalkirche errichtet, 1818 wurde der Kirchturm aufgestockt und erhielt seine charakteristische
„welsche Haube“. Die Baupflicht an der Kirche hatten die Grundherren des Dorfes, die Ritter Blick von Lichtenberg bzw. deren Erben, die Herren von Günderode. Sie durften aber auch den Pfarrer einsetzen und erhielten von den Bewohnern von Frohnhofen und Altenkirchen den „Zehnten“. Gegenüber der Kirche liegt das unter Denkmalschutz stehende zweigeschossige, im klassizistischen Stil erbaute Pfarrhaus von 1861 mit der Gedenktafel für Otto
von Bollinger, 1843 in Altenkirchen geboren, später Arzt in München und Entdecker der Strahlenpilzkrankheit.
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